Landwirtschaftliche Flächen kosteten 2025 im Bundesdurchschnitt rund 35.000 Euro je Hektar – knapp ein Prozent weniger als im Vorjahr, mit großen regionalen Unterschieden. Weil sich viele Betriebe Kaufflächen nicht leisten können oder wollen, bleibt die Pacht das wichtigste Instrument der Flächensicherung.
Zahlen und Trends
- Ackerland kostete 2025 nach Destatis im Schnitt gut 42.000 Euro je Hektar, Grünland rund 28.600 Euro; Spitzenreiter sind Nordrhein-Westfalen und Bayern.
- Der durchschnittliche Pachtpreis lag nach der Agrarstrukturerhebung 2023 bei 357 Euro je Hektar, in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen deutlich darüber.
- Neue amtliche Pachtpreise werden aus der laufenden Agrarstrukturerhebung 2026 erwartet.
- Flächen für Windenergie und Photovoltaik erzielen ein Vielfaches landwirtschaftlicher Pachten – die Bundesregierung plant hierfür einen Deckel.
Pflichten bei Landpachtverträgen
- Verträge über mehr als zwei Jahre bedürfen der Schriftform (§ 585a BGB); sonst gelten sie als auf unbestimmte Zeit geschlossen.
- Landpachtverträge sind binnen eines Monats der zuständigen Behörde anzuzeigen (§ 2 LPachtVG).
- Die Behörde kann Verträge beanstanden, etwa wenn der Pachtzins nicht in einem angemessenen Verhältnis zum Ertrag steht (§ 4 LPachtVG).
- In Niedersachsen gilt ab April 2027 das neue Agrarstrukturgesetz mit eigenen Regeln zur Pachtpreiskontrolle.
Besonderheit Waldpacht
Für reine Forstflächen gilt meist nicht das Landpachtrecht, sondern das allgemeine Pachtrecht des BGB. Verträge sollten Bewirtschaftung, Verkehrssicherung, Wiederaufforstung, Förderung und die Verwertung von CO₂-Zertifikaten ausdrücklich regeln.
Landpacht & Waldpacht · Agrarstrukturgesetz Niedersachsen
Quellen: top agrar zu Destatis-Kaufwerten 2025, top agrar zu Pachtpreisen
Dieser Beitrag gibt den Stand vom 1. November 2026 wieder und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall. Sprechen Sie uns an: Kontakt · Telefon 0511.357 356-0.